Juckreiz Scheide – was kann es alles sein?

Das Problem kennen nicht wenige Frauen: Sie leiden zeitweise oder immer wieder unter einem unangenehmen Jucken in der Scheide. In den meisten Fällen ist das Jucken in der Scheide zwar lästig, aber harmlos. Hält es über einen längeren Zeitraum an, kann das Jucken aber auch ein Anzeichen für eine Erkrankung im Genitalbereich sein. Denn hervorgerufen werden kann das Jucken aus verschiedenen Gründen: Verursacht werden kann es von verschiedenen Einzellern, Viren, Bakterien und Pilzen. Vielfach treten zusätzlich noch weitere Symptome auf, welche einen näheren Hinweis auf die ursächliche Erkrankung geben können.

Diese Symptome können auftreten

Üblicherweise ist der äußere Bereich der Scheide vom Juckreiz betroffen, also die Schamlippen und der Scheideneingang. Zusätzlich können Schmerzen, Beschwerden beim Wasserlassen und ein Brennen auftreten – selbst Probleme beim Geschlechtsverkehr sind möglich. Begleitet werden kann der Juckreiz von Hautveränderungen wie nässenden Stellen, Flecken und Rötungen, des weiteren können sich Knötchen, Bläschen und Schwellungen bilden. Viele Frauen leiden außerdem über einen vermehrten Ausfluss aus der Scheide, der durch einen veränderten Geruch oder eine andere Farbe auffällig sein kann. Sofern der Juckreiz mit Schmerzen verbunden ist, kann eine Herpes-Infektion eine mögliche Ursache sein.

Pilzinfektionen werden meist durch Candida albicans, einen Hefepilz verursacht, der das Jucken und ein Brennen verursacht. In diesem Fall hat der vermehrte Ausfluss einen hefeartigen oder säuerlichen Geruch. Vielfach sind auch die Harnorgane wie Harnleiter oder Blase mit betroffen. Inn diesem Fall steckt üblicherweise eine Infektion mit Chlamydien oder Trichomonaden hinter dem Juckreiz. Diese werden meist durch Geschlechtsverkehr übertragen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Zunächst einmal muss der Facharzt die Ursache für den Juckreiz herausfinden. Die verursachenden Keime lassen sich mittels Abstrich und Farbtest identifizieren. Üblicherweise werden für die Therapie Medikamente wie Antimykotika und Antibiotika eingesetzt. Hat der Juckreiz keine schwerwiegende Ursache, lässt er sich aber auch mit naturheilkundlichen Verfahren behandeln. In diesem Fall setzt der Mediziner zunächst auf die Stärkung des Immunsystems, sodass der Körper der betroffenen Frau wieder eine gesunde Vaginalflora aufbauen kann.

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